12. Juni ■ Agde - Colombiers (52 km)
![]() |
| Panorama vom Vulkan |
Zur morgendlichen Aufwärmung wählten wir den 112 m hohen Mont Saint-Loup. Dies ist ein alter Vulkan (Ausbruch vor 750.000 Jahren), von dem man einen sehr schönen Rundumblick hat - Sète, das Mittelmeer, Beziers und in der Ferne bereits Spanien. Das schwarze Gestein des Vulkans wurde in Agde, der drittältesten Stadt im Land, zum Bau der Gebäude genutzt.
![]() |
| Adge |
Durch die Innenstadt fuhren wir zurück zum Kanal und dort die überwiegende Zeit auf einer "rustikalen" Piste über Stock, Wurzel und Stein. Gelegentlich von Asphalt unterbrochen. Manchmal gab der Weg nur eine Radbreite her. Der Wind blies wieder ordentlich ins Gesicht, sodass es zwar stetig, aber eher langsam voran ging.
Es ist erstaunlich, wie die Menschen im 17. Jahrhundert mit einfachsten Mitteln diesen Kanal konstruiert und gebaut haben. Immer wieder sieht man auch sehr monumentale Brücken aus dieser Zeit. Auf dem Kanal herrscht reger Bootsverkehr.
![]() |
| Impressionen vom Kanal |
Beziers, welches wir kurz nach Mittag erreichten, ist die zweitälteste Stadt in Frankreich. Das wird einem beim Anschauen der reichlichst verzierten Häuser mit ihren Türmchen und verschnörkelten schmiedeeisernen Balkonen bewusst. Das Zentrum von Beziers liegt auf einer Anhöhe und gruppiert sich um eine breite Platanen-Allee mit Parkanlage.
![]() |
Beziers
Das Denkmal zeigt den Erbauer des Kanals
P. P. Riquet
|
Auf diesem Weg kamen wir an heruntergekommenen Straßenzügen vorbei, wo sich schon auch mal der Müll türmt. Hier wird eine etwas andere Einstellung deutlich. Es schien das nordafrikanische Viertel zu sein. In einer solchen Bäckerei probierten wir diverse Plätzchen und Kekse, die ausnahmslos lecker schmeckten. Diese in Fett gebackenen Teile kennen wir so ähnlich bereits aus der arabischen Küche. Von wenig ist man schnell satt.
Der Ausländeranteil ist hier in Frankreich gefühlt deutlich höher als bei uns.
![]() |
| Die Kanalbrücke über den Orb |
Ein bisschen schade ist es schon um die alte Bausubstanz; hier scheint auch wirklich das Geld zu fehlen. Es erinnert ein bisschen an die ehemalige DDR.
Am Ortsausgang führt der Kanal über den Orb. Leider war dort der Weg zum Teil gesperrt, sodass wir uns über Schleichwege helfen mussten.
![]() |
| Abendmahl |
Zum heutigen Sonntag (arbeitsfrei ;) fuhren wir nicht mehr allzu lange und quartierten uns auf einem eher kleinen, familiären und sehr schönen Campingplatz ein.
Bis zum 1:0 beim Spiel Deutschland - Ukraine saßen wir im ansässigen Restaurant und ließen uns lecker Pizza und Dessert schmecken.





